Der bestellte Einbruch – gar nicht so selten, wie man denkt

Der bestellte Einbruch – gar nicht so selten, wie man denktIn zahlreichen Krimis sieht man immer wieder, dass Einbrüche gezielt, also praktisch auf Bestellung vorgenommen werden. Dies  ist leider keine Fiktion, sondern harte Realität. Gerade in den eigenen vier Wänden sind Opfer am verletzlichsten und erleben den Einbruch als ein lang anhaltendes Trauma. Gerade in der dunklen Jahreszeit, also im vierten Quartal nimmt die Zahl der Einbrüche dramatisch zu. Dies beweisen auch Statistiken aus dem Südwesten des Landes. Hier haben im Jahr 2013 Einbrecher rund 12.000 mal zugeschlagen. Dies waren schon 32 Prozent mehr als nur ein Jahr zu vor und die Zahl wächst mit jedem Jahr noch weiter an.

Kampf gegen die Einbrecher ist Schwerstarbeit

In einem Interview hat sich der Innenminister Reinhold Gall von der SPD daher auch sehr beunruhigt gezeigt. Sinngemäß hat er die Arbeit der Polizei im Kampf gegen Einbrecher als Schwerstarbeit bezeichnet und damit hat er nicht Unrecht. Mit nur etwa 11 Prozent Aufklärungsquote ist die Polizeiarbeit hier auf einen Tiefstand gerutscht, der in den letzten 10 Jahren nicht mehr so tief war. Ein Erfolg kann dennoch verbucht werden. In rund 41 Prozent der Einbruchversuche gaben die Täter auf, denn wenn ein Weinbrecher im Schnitt länger als drei Minuten an Türen und Fenster versucht, diese aufzuhebeln, gibt er oftmals auf. Hilfreich sind hierbei natürlich zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen, die jeder Haus- und Wohnungseigentümer selbst ergreifen kann.

Neue Fahndungsmethoden – hilfreich?

Der Landespolizeipräsident Gerhard Klotter hat nun von neuen Fahndungsmethoden gesprochen. Damit will er auf die aktuelle Entwicklung reagieren. Zum einen wurden hier an zahlreichen wichtigen Autobahnknotenpunkten wichtige Fahndungsdienste eingerichtet. Man will damit erreichen, dass gerade die organisierten Banden beim Abtransport der Beute erwischt werden. Gerade bei den bestellten Einbrüchen ist diese Art von Abtransport der Beute immer wieder die Nummer eins.

In sogenannten Wellenbewegungen wird über ganz Deutschland verteilt die Beute aus dem Land gebracht, damit sie im Ausland veräußert werden kann. Zu der Beute in solchen Fällen gehören in der Regel Geld, Schmuck und auch Equipment aus der IT. Die organisierten Banden arbeiten hier ganz gezielt ihre Bestellungen ab.

Die Verdächtigen

Mit schrecken erkennen wir, dass rund 43 Prozent der Verdächtigten nicht aus Deutschland sind. Zum Beispiel hat die Polizei in Offenburg eine Bande gestellt, die aus dem georgischen kam. Der Bande werden rund 100 Einbrüche zur Last gelegt. Im Enzkreis hat man  gegen eine kosovarische Bande ermittelt. Die Liste lässt sich hier beliebig fortsetzen.

Bessere Aufklärungsquoten

Reinhold Gall hofft nun, dass die von der Opposition kritisierte Polizeireform in Zukunft bessere Aufklärungsquoten bringt, denn die diversen Polizeidirektionen sind seit einiger Zeit was das Thema Spurensuche angeht, deutlich besser ausgestattet. Damit auch die interne Kommunikation in Zukunft besser funktioniert, wurde beim Landeskriminalamt (LKA) ein Stab eingerichtet, der ein tägliches Lagebild an die einzelnen Direktionen leitet.

Fakt ist nach wie vor, dass die Schwerpunkte der Banden die Ballungsgebiete in den Bundesländern sind. Erste Erfolge sind bereits an der Grenze zu Bayern zu erkennen. 2012 hatten sich die Einbrüche entlang der Iller dermaßen gehäuft. Aktuell ist es hier wieder ruhiger geworden. Gall betont an dieser Stelle auch, dass Baden-Württemberg neben Bayern das sicherste Bundesland von Deutschland sei. Weiterhin ist Gall froh, dass nicht nur die Gewaltkriminalität, sondern auch die Straßenkriminalität stetig weiter sinkt. Ebenso sei zu vermerken, dass der Anteil der unter 21-jährigen Tatverdächtigen weiter gesunken ist.

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