Die unterschiedlichen Klassen der Tresore

Die unterschiedlichen Klassen der TresoreDie Bezeichnung Tresor wird für viele Behältnisse genutzt, in denen Dinge sicher verwahrt werden sollen. Da gibt es den kleineren Tresor, der in vielen Haushalten zu finden ist wie auch den Stahlschrank, den Sicherheitsschrank bis hin zu den Wertschutzschränken. Wie sicher ein Tresor wirklich ist, lässt sich an den definierten Sicherheitsklassen erkennen. Je höher die Werte sind, umso höher ist die Widerstandskraft gegen den Auf- oder Durchbruch und den Abtransport. Aus den verbauten Materialien des Tresors wird die Widerstandskraft durch verschiedene Tests ermittelt. Anhand der festgelegten Minimalwerte wird die jeweilige Schutzklasse ermittelt. Diese befindet sich bei jedem Tresor mittels einer dokumentierten Marke an der Innenseite des Tresors.

Die VdS-Schutzklassen bei Tresore

Diese Schutzklassen gehen auf den Verband der Sachversicherer (VdS) zurück. Alle Tresore, die durch die VdS geprüft wurden, erhalten eine Kennzeichnung mittels einer Plakette. Es gibt daneben noch viele weitere Institute, die Tresore auf ihre Sicherheit überprüfen.

Die VdS-Schutzklassen beginnen bei 0 und gehen bis 7. Entsprechend der Schutzklassen steigen auch die maximal versicherbaren Summen.

  • Klasse 0 – für geschäftliche Zwecke bis 10.000 Euro und bei Privatpersonen bis 40.000 Euro
  • Klasse I – für geschäftliche Zwecke bis 20.000 Euro und bei Privatpersonen bis 65.000 Euro
  • Klasse II – für geschäftliche Zwecke bis 50.000 Euro und bei Privatpersonen bis 100.000 Euro
  • Klasse III – für geschäftliche Zwecke bis 100.000 Euro und bei Privatpersonen bis 200.000 Euro
  • Klasse IV – für geschäftliche Zwecke bis 150.000 Euro und bei Privatpersonen bis 400.000 Euro
  • Klasse V – für geschäftliche Zwecke bis 250.000 Euro und bei Privatpersonen nach Absprache mit der Versicherungsgesellschaft

Ein Tresor muss bei der Versicherungsgesellschaft immer angemeldet werden, sonst besteht keinerlei Versicherungsschutz.

Tresore schützen nicht nur bei Einbruch

In erster Linie soll ein Tresor vor einem Einbruchdiebstahl schützen. Es gibt hier aber auch Tresore, die den Inhalt vor Feuer oder auch Hochwasser schützen soll. Natürlich müssen diese Art der Tresore eine ganz andere Schutzklasse haben. Sie durchlaufen zur Zertifizierung auch andere Tests. Um den entsprechenden Feuerschutz zu gewährleisten werden Tresore in einem Brandraum m it einer Temperatur von 1090 Grad gebracht. Für die Sicherheitsklasse S60 müssen Tresore darin 22,5 Minuten aushalten und für die Schutzklasse S120 gar 45 Minuten. Des Weiteren gibt es noch eine Sturzprüfung. Dafür wird der Tresor aus einer Höhe von 9,15 m auf eine Auflagefläche fallen lassen. Danach kommt er nochmals bei einer Temperatur von 840 Grad in einen Brandraum. Hier muss der Tresor wie vorher erwähnt die entsprechenden Zeiten bestehen, bevor er die Siegel der Schutzklassen bekommt.

VDMA-Sicherheitsstufen

Die Sicherheitsstufen nach VDMA sind in Stufe A und Stufe B unterteilt. Stufe A bedeutet ein leichter Einbruchschutz. Inhalte in solch einem Tresor sind für gewerbliche und private Zwecke bis 2.500 Euro versichert. Die Stufe B steht für begrenzten Einbruchschutz. Der Inhalt ist bei gewerblichen Zwecken zwischen 2.500 und 10.000 Euro und bei Privatpersonen zwischen 2.500 und 40.000 Euro versichert.

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