Feinstaubbelastung und deren Gefahren durch Feuerwerk

Jahr für Jahr werden zig Millionen für das Feuerwerk an Silvester ausgegeben. Viele Menschen regen sich Jahr für Jahr über diese Summen auf, aber keiner macht sich Gedanken, was Feuerwerke für die Gesundheit bedeuten. In den letzten Jahren sind die gesundheitlichen Gefahren, die von Krachern, Böllern und Raketen ausgehen, deutlich größer geworden. Viele der Böllerartikel werden im Ausland hergestellt. Dort sind die Auflagen an die Hersteller nicht sonderlich groß und so enthalten die Böller kleinste Partikel, die aus bis zu 30 Metallen bestehen. Unter diesen Metallen sind auch für den Menschen giftige, wie zum Beispiel Blei. Diese winzigen Teilchen gelangen vollkommen ungefiltert in die menschliche Lunge und können dort zu großen Schäden führen.

Der Rauch ist das Gefährliche

Beim Abbrennen des Feuerwerks entsteht. Dieser Rauch enthält Feinstaub aus zahlreichen Metallpartikeln, die gerade für Asthmatiker ein großes Gesundheitsrisiko darstellen. Diese Aussage wird durch Studien von Forschern aus dem Schweizer Tropen- und Public Health Institut bestätigt. Zu diesem Zweck wurde eine toxikologische Analyse durchgeführt, die beweist, dass die hinterbliebenen Metallpartikel bioreaktiv agieren und die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Dem Raketenschwarzpulver werden in der Regel Partikelrückstände aus Metall zugesetzt, damit die beliebten Farbeffekte überhaupt entstehen. Folgende chemischen Zusätze werden dem Schwarzpulver beigemengt, damit die beliebten Farben entstehen:

  • ROT = Lithium oder Strontiumsalze
  • GRÜN = Kupfer, Barium und Zink
  • GELB = Natriumsalze
  • WEIS = Magnesium
  • BLAU = Blei oder Arsen

Des weiteren lassen sich in der Luft noch weitere Artikel von zahlreichen Metallen wie zum Beispiel Aluminium, Antimon, Kalium, Titan, Stickstoffmonoxid und Sulfurdioxid feststellen.

Die Metallpartikel von in der Regel nur wenigen Mikrometer großem Durchmesser gelangen dabei ungefiltert in die Lungen. Aus diesem Grund sollte man vermeiden, den Rauch beim Feuerwerk einzuatmen und sich auch nach Möglichkeit nicht in Windrichtung des Rauches stellen.

Grenzwerte überschritten

Gerade in den ersten Tagen nach Silvester werden in zahlreichen Großstädten die zulässigen Grenzwerte deutlich überschritten. Bei sensiblen Menschen wie Asthmatiker oder auch Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen kann diese massive Beschwerden auslösen.

Weitere Probleme durch Silvesterknaller

Sieht man einmal von den bekannten Problemen wie Verletzungen, Brände oder auch das Thema Feinstaubbelastung ab, gibt es noch zahlreiche weitere Argumente gegen die großen mengen an Feuerwerkskörpern. Hierzu zählt zum einen der Müll nach dem Feuerwerk, der durch aufwendige Verpackungen der Knaller entsteht und auch die zahlreichen Emissionen und Belastungen bei der Herstellung und dem Transport. Nicht vergessen sollte man auch, dass hinter der Herstellung von Feuerwerkskörpern gerade aus dem Ausland oftmals Kinderarbeit steckt.

Was kann jeder Einzelne tun?

Wer schon nicht auf das jährliche Feuerwerk verzichten will, der sollte zumindest beim Kauf von Knallern und Raketen darauf achten, dass diese in Deutschland oder in Europa hergestellt worden sind. Für Deutschland und Europa wurden einheitliche Richtlinien, was die Herstellung angeht, eingeführt, die man immer an der BAM erkennen kann. So sieht eine Identifikationsnummer nach BAM folgendermaßen aus: BAM-F2-1234. Ganz wichtig ist hierbei das Kürzel BAM. Ohne eine solche BAM-Identifikationsnummer ist das Feuerwerk in Deutschland nicht erlaubt.

 

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