Fördermittel für altersgerechten Umbau und Einbruchschutz

Fördermittel für altersgerechten Umbau und EinbruchschutzDie Fördermittel für das barrierefreie Wohnen wurden noch nie so großzügig verteilt, wie zurzeit. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet schon seit August 2015 zinsgünstige Darlehen für solche Maßnahmen an. Interessenten können hier Kredite bis zu 50.000 Euro mit einem Zinssatz von effektiv 0,75 % aufnehmen. Dieses Darlehen kann sowohl von Eigentümern als Selbstnutzer sowie für Vermieter gewährt werden. Im Hinblick darauf lohnt es sich einmal darüber nachzudenken, ob das Bad nicht barrierefrei umgebaut, die Türen verbreitert oder zusätzliche Einbruchschutzmaßnahmen in Angriff genommen werden sollen.

Welche Maßnahmen zur Barrierefreiheit werden gefördert?

Die Fördertöpfe für den barrierefreien Umbau werden als Programm 159 bezeichnet. Hierbei werden unter anderem folgende Maßnahmen gefördert.

Schwellen im Haus auch im Badezimmer müssen beseitigt werden. Das Bad muss eine Größe von mindestens 1,80 x 2,20 m aufweisen. Vor den einzelnen Sanitärobjekten muss eine Bewegungsfläche von mindestens 0,90 cm Breite und 1,20 m Tiefe sein. Zwischen den Sanitärobjekten und zur seitlichen Wand müssen mindestens 0,25 m Abstand bestehen. Des Weiteren müssen Vorkehrungen für die spätere Nachrüstung von Sicherheitssystemen vorhanden sein.

Nach dem Umbau muss der Duschplatz im Bad bodengleich sein. Der Boden muss mit rutschhemmenden Bodenbelägen versehen werden und das Waschbecken muss mindestens 0,48 m tief montiert sein. Es muss unter dem Waschbecken ausreichend Kniefreiheit bestehen, sodass dies auch im Sitzen genutzt werden kann.

Einbruchschutz wird ebenfalls gefördert

Auch wer seine Eingangstür einbruchsicher nachrüsten möchte, kann einen Zuschuss beantragen. Dieses Programm der KfW nennt sich ‚Altersgerecht umbauen‘. So ist es möglich, dass neue Schlösser eingebaut werden. Der Bauherr hat hierbei folgende Möglichkeiten. Er kann ein Querriegelschloss mit oder ohne Sperrbügel, Türzusatzschlösser, Kastenriegelschlösser und Bandseitensicherungen nach DIN 18104 nachrüsten.

Für Fenster gilt das gleiche. Hier ist es möglich Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen, drehgehemmte Fenstergriffe oder auch Pilzkopfverriegelungen nachzurüsten. Möglich sind hier auch einbruchhemmende Gitter oder Rollläden. Selbst die Nachrüstung von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen kann bezuschusst werden. Dies gilt für den Einbau einer Gegensprechanlage mit einem Kamerasystem, neue Haustüren, intelligente Türschlösser, die einen Zugang nur mit personalisiertem Zugangsrecht ermöglichen.

Wie kommen Interessenten an den Zuschuss?

Kredite aus diesen Programmen werden von der KfW nur über Banken, Sparkassen und Versicherungen gewährt. Diese Finanzinstitute müssen für die durchgeleiteten Kredite der KfW die volle Haftung übernehmen. Der Antrag für einen Zuschuss aus einem der Programme muss vor Beginn des Bauvorhabens bei der KfW oder einem ausgewählten Finanzinstitut eingereicht werden. Experten raten hierbei, dass die Barrierefreiheit oder auch der Einbruchschutz frühzeitig geplant werden sollen.

Bauherren müssen bedenken, dass die Zinsbindung für ein Darlehen der KfW auf 10 Jahre begrenzt ist. Nach Ablauf der 10 Jahre wird der Zins auf die Restverschuldung an die marktüblichen Konditionen angepasst. Bauherren, die frühzeitig einen Wohnriester-Bausparvertrag abgeschlossen haben, leisten die Restzahlung mit dem vorher vereinbarten Darlehenszinssatz aus dem Bausparvertrag. Hier kommt es nicht zu Zinsrisiken.

Förderprogramme zur Ergänzung

Bauherren, die die bereits erwähnten Förderprogramme der KfW nutzen, können weitere Förderprogramme zur Ergänzung nutzen. Diese sind zum Beispiel Maßnahmen für die energetische Sanierung eines Wohnobjektes einschließlich einer qualifizierten Baubegleitung, das Umstellen der Heizungsanlage oder der Einbau einer Photovoltaikanlage mit einem zusätzlichen Speicher. Weitere Informationen zu den Förderprogrammen können sich interessierte auf den Seiten der KfW anschauen.

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne: Telefon 0800 – 66 46 971

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