Gasunfälle vermeiden

Auf dem Markt der Energieversorger sind immer mehr regenerative Energieträger zu finden. Dennoch ist Erdgas immer noch der beliebteste Heizstoff in deutschen Haushalten. Mehr als 50 % der Neubauten und auch bestehenden Wohnobjekte werden mit Erdgasheizungen beheizt. Der Grund mag hier sicherlich auch im sauberer und effizienten arbeiten mit Gas liegen. Des weiteren ist eine Anlage, die mit Gas betrieben wird relativ wartungsarm. Nur einmal im Jahr kommt der Schornsteinfeger und überprüft den Heizkessel. Dies schlägt sich natürlich auch auf die Gesamtkosten nieder.

Immer wieder liest man Schlagzeilen, wie zum Beispiel ‚Gasexplosion ein Einfamilienhaus – mehrere Tote‘. Mal abgesehen von den hohen Sachschäden sind sehr oft Menschen direkt betroffen, die bei solchen Explosionen ums Leben kommen. Schnell sucht man da natürlich nach einem Schuldigen. Einige sind der Meinung, dass der Gasversorger hier die alleinige Schuld trägt, dies stimmt so aber leider nicht. Die Gasversorger sind nur bis Hausanschluss für die Gaslieferung und die damit verbundene Sicherheit verantwortlich. Ab dem privaten Hausanschluss ist der Eigentümer oder auch der Mieter für die Sicherheit die maßgebliche Person.

Explosionsfähiges Gas

Von der Feuerwehr wird Gas als hochexplosiver Brennstoff bezeichnet, denn schon ab einer Gaskonzentration von nur 4,5 Volumenprozent kann es zu Explosionen kommen. Gerade im Winter ist die Gefahr besonders hoch, denn die Innenräume werden oftmals nicht ausreichend belüftet. Schon kleinste Lecks in den Leitungen oder ein fehlerhaftes Gerät führen sehr schnell zu solch einer Gaskonzentration. Sollte dies der Fall sein, dann befinden sich alle Menschen und Tiere im Haus in höchster Lebensgefahr.

Gasgeruch ernst nehmen

In der Regel ist Erdgas geruchslos – dies würde aber eine große Gefahr für die Nutzer darstellen. Aus diesem Grund mischen die Energieversorger dem Haushaltsgas Tetrahydrothiophen bei. Die Tetrahydrothiophen haben einen markanten stechenden Geruch, den manche Menschen mit dem Geruch von faulen Eiern oder auch mit einer starken Knoblauchkonzentration in Verbindung bringen. Möchte man sich hier nicht auf seine eigene Nase verlassen, dann sollte man sich im Baumarkt für einige Euro ein Gaswarngerät besorgen. Dieses kleine Messgerät wird in der Nähe des Gasherdes montiert. Es schlägt optisch und auch akustisch Alarm, sobald Gas austritt.

Gasaustritt – die wichtigsten Regeln

Sollte es dennoch mal zu einem Gasaustritt kommen, dann sind unbedingt nachfolgende Regeln zu beachten:

  • Keine Flammen oder Funken
  • Riecht es nach Gas, dann nicht rauchen und auch keine Kerze anzünden
  • Nicht den Lichtschalter betätigen oder einen elektrischen Stecker aus der Steckdose ziehen
  • Telefon und Handy nicht nutzen
  • Fenster und Türen sofort öffnen, damit das Gas leichter abziehen kann
  • Gashahn zudrehen. Dieser befindet sich am Zähler in der Wohnung, im Treppenhaus oder im Keller
  • Nachbarn durch lautes Klopfen warnen. Nicht klingeln
  • Gebäude schnell verlassen

Auch bei leichtem Gasgeruch das Gebäude verlassen und von außerhalb den Bereitschaftsdienst des Energieversorgers informieren. Bei starkem Gasgeruch unbedingt die Feuerwehr unter dem Notruf 112 verständigen.

Auffälliges Verhalten von Haustieren ernst nehmen

Wer Haustiere hat, der sollte ein auffälliges Verhalten seiner Tiere ernst nehmen, wenn er mit Gas sein Haus oder seine Wohnung beheizt. Tiere bemerken deutlich schneller den Geruch und versuchen auf ihre Art den Mensch zu warnen. Wird das Tier unruhig und versucht dauernd den Mensch auf irgendwas aufmerksam zu machen, dann sollte man hier reagieren. Viele Tiere – gerade Katzen – versuchen bei einem Gasaustritt in höhere Lagen zu kommen. Hunde stupsen den Menschen in der Regel permanent an und auch Vögel werden in ihren Käfigen unruhig. Achten Sie also auf ein ungewöhnliches Verhalten Ihrer Haustiere und tun Sie es nicht als nervige Störung ab.

Die „goldenen Regeln“ gegen einen Gasaustritt

Idealerweise sollte jeder Hauseigentümer oder Mieter schon im Vorfeld alle Ursachen für einen Gasaustritt ausschließen. Dies ist auf jeden Fall ohne Probleme möglich, denn Gas gilt als sehr sicherer Heizstoff. Kommt es zu Explosionen, dann ist das in der Regel auf menschliches Fehlversagen zurückzuführen.

  • Alle Gasgeräte im Haus sollten einmal jährlich vom Fachmann überprüft und gewartet werden.
  • Dies dient nicht nur der Sicherheit, sondern senkt auch den Verbrauch.
  • Gasleitungen müssen alle 12 Jahre vom Fachmann überprüft werden.
  • Einmal pro Jahr sollte man selbst das Haus genau untersuchen und sich alle sicherheitsrelevanten Punkte kontrollieren.

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne: Telefon 0800 – 66 46 971

 

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