Holzhaustüren und Einbruchschutz müssen sich nicht widersprechen

Holzhaustüren und Einbruchschutz müssen sich nicht widersprechenAuf den ersten Blick könnte man meinen, dass Holzhaustüren und Einbruchschutz ein echter Widerspruch sind. Dem ist aber nicht so, wenn man als Eigentümer einige wesentliche Punkte beachtet. Denn man kann durchaus sein Heim mit einer Holzhaustür schmücken und aktiv etwas gegen Einbrecher tun.

Worauf achten bei einer Holzhaustür?

Nicht nur die Dicke des Türblattes ist für die Sicherheit maßgeblich, sondern auch die Massivität des verarbeiteten Holzes. Weiterhin muss darauf geachtet werden, dass das Schließblech im Türrahmen, worin der Riegel des Schlosses greift, keine Angriffsflächen bietet. Dies bedeutet, dass Einbrecher nicht mit Werkzeugen das Schließblech manipulieren können. Das Türschloss bei einer Holzhaustür sollte mit einem Zylinderschloss mit Aufbohrschutz versehen sein. Wenn möglich sollte man als Bauherr auf Holzhaustüren mit hochwertigen Schließsystemen zurückgreifen. Diese Türen verfügen meist über eine zweite Falle und über eine Mehrfachverriegelung. Werden alle diese Maßnahmen beim Einbau einer Holzhaustür beachtet, dann kann man sicher sein, dass die Türen den Vorschriften der amtlich geprüften Profis entsprechen und die Klassifizierung RC 3 erhalten.

Qualitätskriterien für Holzhaustüren

Genau wie bei anderen Haustüren gelten Stabilität, Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse sowie die Einbruchhemmung an erster Stelle. Die Mindestanforderungen für Haustüren werden durch die Produktnorm DIN EN 14351-1 gelegt. Für die Sicherheit gegen Einbruch und die Wärmedämmung gibt es nochmals eigene DIN-Normen.

Wichtigstes Kaufkriterium – die Sicherheit

Beim Kauf einer Holzhaustür sollte man als Immobilienbesitzer auch die europäische Prüfnorm DIN V ENV 1627 achten. Für einbruchhemmende Türen gibt es insgesamt sechs Widerstandsklassen – RC 1 – TC 6. RC steht in diesem Fall für den Begriff Resistance Class, also Widerstandsklasse. Die Polizei empfiehlt für Privathaushalte die Widerstandsklasse RC 2 oder RC 3. Des Weiteren muss die Haustür zertifiziert sein. Dies geschieht durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) oder dem Verband der Sachversicherer (VdS). Immobilienbesitzer sollten außerdem darauf achten, dass die Haustür nur von einem Fachmann nach Anleitung des Türenherstellers montiert wird.

Wodurch wird eine Haustür sicher?

Es reicht nicht ein einbruchhemmender Sicherheitszylinder um eine Haustür sicher zu machen. Denn gerade Mehrfachriegel erschweren es den Einbrechern, die Türen zu öffnen und ins Haus zu gelangen. Bei den meisten Türen befinden sich Riegel oberhalb und unterhalb des Hauptschlosses. Diese Riegel werden gleichzeitig beim Schließvorgang verschlossen. Für noch größere Sicherheit können sich Immobilienbesitzer auch für Haustüren mit einer 3-, 5-, 7- oder 9-fach-Verriegelung entscheiden.

Damit das Aushebeln der Türen erschwert wird, sollte die Verbindung von Türzarge und Türblatt fest sein. Dies kann man durch spezielle Band- und Scharnierbereiche erzielen.

Für die weitere Sicherung der Haustür kommen noch elektronische Türsicherungen dazu. Diese Sicherungen können durchaus auch noch später nachgerüstet werden. Möglichkeiten sind der Zutritt per Code, Karte oder Fingerabdruck.

Holzhaustüren und Einbruchschutz müssen sich nicht widersprechen
4 (80%) 1 Bewertung[en]