Kampf gegen den Wohnungseinbruchsdiebstahl – Wie können wir gewinnen? (Teil 2)

Nachdem wir im letzten Beitrag aus berufenem Munde erfahren hatten, dass die Polizei begünstigende Faktoren der Kriminalitätsentwicklung allein nicht bewältigen kann, fragt man sich als Bürger natürlich nicht unberechtigt, wo denn die Unterstützung herkommen soll und noch wichtiger, an welcher Stelle sie denn ansetzen muss, wenn da u. a. von einer Armutskonzentration die Rede ist, die sich auf die Anzahl der Wohnungseinbrüche und die Tätermotive niederschlägt. Unser zitierter Autor Prof. Dr. Feltes macht darauf aufmerksam und jeder unserer Leser wird es ebenfalls bemerkt haben, dass kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht mit irgendeiner Schlagzeile darauf aufmerksam gemacht werden, dass es immer mehr Haus- und Wohnungseinbrüche gibt und die Fallzahlen sich gegenüber den Vorjahren stetig erhöhen. Diese Zahlen allein seien keinesfalls ein realistisches Abbild der tatsächlichen Kriminalitätsentwicklung, wie Prof. Feltes weiter einschätzt, da sie einige wichtige Kernpunkte völlig unberücksichtigt lassen. Diese sind in erster Linie „Veränderungen im Anzeigenverhalten, in der Kontrolldichte, in der Bemessungsgesamtheit u. a. m.“ (1). Somit sagen die nüchternen Zahlen der Kriminalitätsstatistik allein zur tatsächlichen Problematik der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und deren möglicher Ursachen wenig aus, zumindest nicht hinsichtlich der Suche nach geeigneten Präventionsmaßnahmen, wenn dabei nicht auf die sozialen und demografischen Bewertungen eingegangen wird.

Soziale Benachteiligung – der Motivator für Kriminalität

Beachtlich ist zunächst das Statement von Frank Kawelovski, Kriminologe an der Ruhr-Universität in Bochum, wonach 40 Prozent der ermittelten Täter bei Wohnungseinbrüchen aus dem unmittelbaren Umfeld der Opfer kommen. Dieser Fakt würde die medial vermittelte Aussage der drohnenartig über uns hereinfallenden rumänischen Diebesbanden zumindest teilweise entschärfen. Der westfälische Polizeiwissenschaftler hatte anhand der Daten von mehr als 10.000 aufgeklärten Ermittlungsfällen aus dem Jahr 2009 auch folgendes festgestellt:

„Die Arbeit der Spurensicherung bliebe beispielsweise oft nutzlos, was daran liege, dass die besser informierten Täter weniger Spuren zurücklassen als noch vor 20 Jahren. Erheblich wirkungsvoller sei demnach der verstärkte Einsatz von zivilen Beamten vor Ort.“ (2)

Dass unzureichende Bildung die Kriminalität wesentlich beeinflusst und die Einbruchsmotivation besonders beflügelt wurde ebenfalls anhand langjähriger Untersuchungen herausgefunden, aber obwohl man scheinbar insgesamt viel weiß und jede Menge gesicherter Erkenntnisse hat, nehmen die Straftaten weiter zu und die Politik? Machtlos, hilflos oder orientierungslos? Unzureichende Bildung begünstigt die Kriminalität – stellen unsere zitierten Autoren fest. Die Betroffenen haben dadurch Nachteile beim Einkommen, ihnen fehlt die gesellschaftliche Anerkennung, es folgt Frustration bei gleichzeitiger Abdrängung in ein subkulturelles Milieu. Mit dem Abbruch der Ausbildung bei Jugendlichen, schlechten Freunden und einer fehlenden Lebensplanung ist die soziale Ausgrenzung nahezu perfekt. Würde die unzureichende Bildung um 50 Prozent verringert werden, könnte mit einem Rückgang der Diebstahlsdelikte in Höhe von 13,6 Prozent gerechnet werden und die jährliche Schadenshöhe ginge um rund 400 Millionen Euro zurück.

Haft motiviert zu weiterer Straffälligkeit

Druck erzeugt auf der anderen Seite zumeist Gegendruck, eine natürliche Reaktion, die kampferprobte Eltern bereits von der Kindererziehung kennen. Was das in Bezug auf Wohnungseinbrüche bedeutet, hat Prof. Feltes bereits 2005 anhand durchgeführter Langzeitstudien sehr unmissverständlich klargestellt, wonach Strafhaft bestenfalls als „Ruhepause mit Fortbildungscharakter“ angesehen werden kann. Dennoch scheint der Weg in den Knast eher die Ausnahme für die Delinquenten zu sein, wenn davon ausgegangen wird, dass sich die Zahl der von unserer Polizei registrierten Einbrüche unter Berücksichtigung der Dunkelziffer mindestens verdoppeln würde. Schwerer Diebstahl hat eine Quote, die zwischen 1:1 bis 1:2 beträgt, was im Klartext heißt, dass auf einen angezeigten Einbruch ein bis zwei nicht angezeigte Delikte dieser Art kommen.

Wie es deutsche Strafverfolgungsbehörden dennoch schaffen, dass von 100 Tätern unter Umständen nicht mal einer in den Knast muss, erklären wir Ihnen in unserem nächsten Wochenbeitrag.

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Kampf gegen den Wohnungseinbruchsdiebstahl – Wie können wir gewinnen? (Teil 2)
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